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Lena zieht in ihre erste eigene Wohnung und fragt sich, ob sie eine Hausratversicherung wirklich braucht. „Mein Zeug ist doch nicht so viel wert“, denkt sie. Doch als sie beginnt, ihren Hausrat aufzulisten – Laptop, Fernseher, Kleidung, Fahrrad, Küchengeräte – kommt sie schnell auf einen Gesamtwert von über 10.000 Euro. Eine Hausratversicherung ist für Mieter:innen oft sinnvoller, als viele denken.
Jahr für Jahr verändert sich der Wert Ihres Haushalts – durch neue Anschaffungen, aber auch durch Veränderungen im Leben. Eine veraltete Versicherungssumme kann im Schadenfall teuer werden: Wer unterversichert ist, erhält nur einen anteiligen Schadensausgleich. Experten empfehlen, den Haushaltswert alle fünf Jahre zu prüfen.

@pexels/Anete Lusina
Eine Hausratversicherung schützt Ihren gesamten Hausrat gegen Schäden durch:
Feuer und Rauch
Einbruchdiebstahl und Vandalismus nach Einbruch
Leitungswasser
Sturm und Hagel
Raub
Zum versicherten Hausrat gehören Möbel, Elektrogeräte, Kleidung, Bücher, Sportgeräte, beruflich genutzte Gegenstände und sogar gemietete oder geliehene Dinge. Bei Wertsachen wie Schmuck oder Kunst gilt eine Obergrenze von in der Regel 20 % der Versicherungssumme.
Eine einfache Faustformel: 700–750 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Für eine 60-qm-Wohnung wären das also 42.000–45.000 Euro. Alternativ können Sie Ihren Hausrat detailliert auflisten – das ist aufwendiger, aber genauer.
Belege aufbewahren: Rechnungen, Garantiescheine und Fotos der Haushaltsgegen-stände sind im Schadenfall Ihr Beweis.
Regelmäßig aktualisieren: Größere Neukäufe dem Versicherer melden, damit die Versicherungssumme stimmt.
Selbstbehalte prüfen: Ein höherer Selbstbehalt senkt die Prämie – überlegen Sie, was für Sie sinnvoll ist.
Entschädigungsgrenzen kennen: Stellen Sie sicher, dass Ihre gesamte Einrichtung abgedeckt ist.
Zusätzliche Risiken absichern: Elementarschäden wie Überschwemmung oder Erdbeben sind oft nur gegen Aufpreis mitversichert.
Unterversicherung: Den Hausratwert zu niedrig ansetzen – im Schadenfall wird die Entschädigung anteilig gekürzt.
Wertsachen vergessen: Schmuck, Kunst oder teure Elektronik sind nur bis zur Obergrenze abgedeckt – ggf. gesondert angeben.
Keine Belege: Ohne Fotos oder Kaufnachweise ist im Schadenfall schwer zu beweisen, was vorhanden war.
Veraltete Angaben: Umzüge oder große Neukäufe nicht gemeldet – die Versicherungssumme passt dann nicht mehr.
Falsche Erwartungen: Hausrat von Untermietern oder bereits anderweitig versicherte Gegenstände sind nicht mitgedeckt.
Eine Hausratversicherung ist für Mieter:innen eine sinnvolle Absicherung, die mehr schützt als oft angenommen. Entscheidend ist die richtige Versicherungssumme und ihre regelmäßige Anpassung. Die Faustformel mit 700–750 Euro pro Quadratmeter hilft, Unterversicherung zu vermeiden. Belege sammeln, Foto-Inventar anlegen – und im Schadenfall sind Sie optimal vorbereitet.
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